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Die
Frage nach der menschlichen
Identität, nach der Bedeutung und den Möglichkeiten,
im 21. Jahrhundert noch von »Heimat« zu
sprechen, waren im Sommersemester 2008 Gegenstand
eines komparatistischen Seminars an der Ruhr- Universität
Bochum.
Ausgangspunkt die Frage: Was ist »Heimat«?
Und weiter: Wie ist »Heimat« in einer
globalisierten Welt, in der das Leben vor allem mit
Merkmalen wie Dynamik, Migration und Transnationalismus
beschrieben wird, für den einzelnen Menschen,
heute, zu bestimmen?
Vielen TeilnehmerInnen wurde deutlich, daß Heimat
keine so eindeutig zu bestimmende Angelegenheit ist,
kein Gefühl, daß auf eine einfache Formel
zu bringen wäre. Vielmehr stand das scheinbar
selbstverständliche Wort »Heimat«
als etwas Diffuses, etwas unter dem jede(r) etwas
Anderes versteht und das für jede(n mit anderen
Problemen und Kontexten beladen ist: Heimat hat man
oder nicht, Heimat ist nicht genau definierbar und
ein konkreter Ort, der Heimatort, ist kaum zu beschreiben,
sondern eine Konstruktion, die
bestimmten Gegebenheiten unseres jeweiligen Lebens
entspringt.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes verstehen
sich als Bestandsaufnahme
der unterschiedlichen Vorstellungen
von »Heimat«, es sind Bilder der »Heimaten«,
die ein Semester lang
intensiv miteinander in Kontakt kamen.
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